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DHL setzt auf innovative Kommissionierlösung

DHL sorgt im Werk eines deutschen Autobauers in Bratislava dafür, dass das Band nicht stillsteht. Dafür müssen Aufträge für mehr als 200.000 Fahrzeuge jährlich kommissioniert werden. Dank der Lösung von WERKSREVOLUTION konnte DHL in kürzester Zeit ein belegloses Kommissionierverfahren einführen, welches neben der Sicherstellung der Qualität und der Steigerung der Produktivität, auch neue Möglichkeiten für DHL auf dem Arbeitsmarkt eröffnet.

 
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DHL

WERK: Deutscher Autobauer in Bratislava, Slowakei

FUNKTION: Verantwortlich für die werksinterne Logistik für die Produktion von Kraftfahrzeugen in den Bereichen Wareneingang, Lagerhaltung, direkte Anlieferung von Motoren, Getrieben und anderen Fahrzeugteilen direkt an die Produktionslinien gemäß Produktionsplan

LEISTUNG: Logistik für 200.000 Fahrzeuge / Jahr (2016)

BELEGSCHAFT: 1.200 Mitarbeiter

 

Kundenvorteile im Überblick

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Reduzierung der Fehlerquote

Mittels Lichtsignalen wird der Mitarbeiter sicher durch den Prozess geführt. Der intelligente Laser registriert jede Entnahme und zeigt Fehlentnahmen an.

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Produktivitätssteigerung

Visualisierung von Aufträgen mittels verschiedener Farben ermöglicht Multi-Order-Picking.

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Analysen & Reports

Die wichtigsten Kennzahlen, Dokumentationen, sowie Bestände in Echtzeit und Analysen zur Verbesserung des Arbeitsplatzlayouts können über die Benutzeroberfläche eingesehen werden.

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Papierloser Arbeitsplatz

Durch die digitale Abbildung des Prozesses wurden Fehlerquellen, wie Medienbrüche, eliminiert und die Prozesse automatisiert.

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Flexibler Personaleinsatz

Durch einfache Prozesse und die Verringerung der Einarbeitungszeit um 85% ergeben sich neue Möglichkeiten des Personaleinsatzes und auf dem Arbeitsmarkt.

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Einfache Integration

Die Integration in die bestehende IT-Landschaft erfolgte problemlos mittels Schnittstellen. Auch physisch ließ sich die pickFinder-Lösung einfach in die bestehenden Regalsysteme integrieren.


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Ausgangslage

Produktionssteigerung erfordert einfache & skalierbare Prozesse in der Kommissionierung. 

Seit 2010 kümmert sich DHL im Werk eines deutschen Autobauers in Bratislava um die interne Werkslogistik für 50% der Fertigungsmaterialien der in Bratislava produzierten Modelle des Automobil-Konzerns.

Der kontinuierliche Anstieg der Automobilproduktion auf 380.000 Fahrzeuge pro Jahr spiegelte sich auch im Lager von DHL wieder. Die bisherigen Prozesse zur Kommissionierung für die Produktionslinien waren für die Produktionssteigerung nicht ausgelegt. DHL setzte bisher auf ein beleghaftes Kommissionierverfahren, welches den neuen Anforderungen in Bezug auf Effizienz und Qualität nicht gerecht wurde.

Hinzu kommt, dass es in der Region um Bratislava mit einer Arbeitslosenquote von 5,34%¹ sehr schwer für DHL ist, qualifiziertes Personal zu finden. DHL war daraufhin auf der Suche nach einem sicheren Kommissionierprozess, welcher neben der Verringerung von Pickfehlern und der Steigerung der Produktivität, auch den Fachkräftemangel für DHL entschärft.

Neben den drei Hauptthemen – Qualitätssicherung, Produktivitätssteigerung und Fachkräftemangel – sollte die neue Lösung hochflexibel und skalierbar sein, um sich auf die täglich wechselnden Bauteile einstellen zu können. Zudem sollen Kleinteil- und Großteilbehälter (KLT & GLT) unterstützt werden.


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Umsetzung

Einfache Integration in bestehende Infrastruktur

Nach wenigen Monaten führte WERKSREVOLUTION im Rahmen eines Pilotprojekts ein kognitives Assistenzsystem mit intelligentem Laser (pickFinder) an einem Arbeitsplatz im Werk von DHL ein. Das System leitet den Kommissionierer mittels Lichtsignalen zu den entsprechenden Fächern gemäß Stücklisten. Dort wird dem Mitarbeiter die Menge zu entnehmender Teile visualisiert. Durch den Einsatz verschiedener Farben lassen sich mehrere Aufträge zur gleichen Zeit bearbeiten, was die Produktivität des Kommissionierers erhöht.

Der vor den Fächern installierte intelligente Laser registriert dabei jede Entnahme und aktualisiert die Stücklisten, welche dem Mitarbeiter mittels Tablet visualisiert werden. Falschentnahmen werden dem Mitarbeiter sofort angezeigt und ebenfalls registriert. Der horizontal installierte intelligente Laser verfügt über eine Reichweite von bis zu 10m und ist somit für KLT und GLT Behälter geeignet. Zudem kann der intelligente Laser in beliebig viele Kanäle durch DHL unterteilt werden, was Flexibilität und Skalierbarkeit gewährleistet.

Der komplette Prozess wurde digital abgebildet und kommt ohne Medienbrüche aus. Stücklisten werden automatisch abgerufen und dem Kommissionierer auf einem Tablet visualisiert. Das System wurde durch vorhandene Schnittstellen schnell und einfach in die bestehende IT-Infrastruktur integriert. Bestände und Auftragsbearbeitung werden automatisch mit DHL’s WMS synchronisiert. Auch die physische Installation an die bestehenden Regalsysteme verlief problemlos.

 
 

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Ergebnis

Einfache Prozessführung eröffnet neue Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt

Nach Ende der Testphase führte DHL die Lösung an insgesamt sieben Arbeitsplätzen im 4-Schichtbetrieb ein. Auf 4.000 Quadratmetern werden 2.000 Einzelteile für drei Fahrzeugmodelle kommissioniert. Durch die sichere Navigation des Mitarbeiters durch den Prozess konnte die Fehlerquote auf 0,01% reduziert werden. Die Produktivität der einzelnen Kommissionierer konnte durch die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Aufträge deutlich gesteigert werden – den Engpass stellt nun der Produktionstakt des Autobauers dar.

Durch die Einführung von pickFinder konnte auch die Belastung der Kommissionierer verringert werden. Es werden zwar mehrere Aufträge gleichzeitig bearbeitet, jedoch muss sich der Mitarbeiter den wechselnden Lagerort der einzelnen Bauteile nicht mehr merken. Das Assistenzsystem zeigt an, wo und wie viele Teile benötigt werden.

Somit konnte auch die Einarbeitungszeit um bis zu 85% reduziert werden. Dies wiederrum bietet DHL neue Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt, da neben der Einarbeitungszeit auch die Qualifikationsanforderungen verringert wurden. DHL kann neue Gruppen von Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren.

¹ Vgl. https://ec.europa.eu/eures/printLMIText.jsp?lmiLang=de&regionId=SK0&catId=2808, abgerufen am 17.07.2017.

Quelle Video & Bilder: https://youtu.be/0QsZpo1ykWw, abgerufen am 17.07.2017